Was heißt nachhaltig einkaufen?

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Nachhaltig betrifft uns alle und sollte auch beim Einkauf berücksichtigt werden

Klimawandel, Bienensterben, Plastikinseln in den Weltmeeren, Ausbeutung von Arbeitskräften – es ist unbestreitbar, dass Nachhaltigkeit einer der Schlüsselbegriffe des 21. Jahrhunderts ist. Auch der Großteil der Konsument:innen gibt an, dass ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist. Doch was genau versteht man darunter eigentlich und wie können Verbraucher:innen ihren Teil – beispielsweise beim Lebensmitteleinkauf – beitragen? Diese Fragen wollen wir dir hier antworten, denn Nachhaltigkeit geht uns alle etwas an.

Was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist tatsächlich viel älter, als die meisten vermuten würden. Ursprünglich stammt er aus Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts und meinte eine ressourcenschonende Waldbewirtschaftung. So, wie der Terminus heute verwendet wird, wurde er 1987 durch den sogenannten Brundtland-Report der UN definiert. Ziel war es, umweltschonende, entwicklungspolitische Maßnahmen aufzuzeigen.

Nachhaltigkeit hat das Ziel, die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse NICHT mehr befriedigen können. Laut Bundeszentrale für politische Bildung geht es darum, Gewinne so zu erwirtschaften, dass diese umwelt- und sozialverträglich sind. Seit 2015 hat die UN-Vollversammlung daher mit ihrer “Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung” 17 Ziele verfasst, die alle Mitgliedsstaaten bis 2030 erreichen wollen. Eines davon ist der nachhaltige Konsum.

Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel

Immer wieder steht der Lebensmitteleinzelhandel in der Kritik, dass er aktiv bestimmt, was wir essen und wie viel wir bereit sind, für Lebensmittel auszugeben. Auch die Massen, die Supermärkte regelmäßig an Lebensmitteln wegschmeißen, haben nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Umso ärgerlicher ist es dann, dass das Retten von Lebensmitteln in Deutschland immer noch verboten ist.

Immerhin tut sich mittlerweile einiges, wenn es um den nachhaltigen Einkauf geht. Unverpacktläden setzen Supermärkte mit ihrem Angebot unter Druck und auch große Ketten haben verstanden, dass sie nachhaltiger agieren müssen - auch wenn die Umsetzung teilweise noch hinkt oder einheitliche Konzepte fehlen. Der Trend zu mehr Nachhaltigkeit ist aber erkennbar.

Dabei kannst du selbst etwas bei Supermärkten bewirken, denn nicht umsonst gibt es den passenden Vergleich, dass Einkaufszettel auch Stimmzettel sind. Je mehr nachhaltige Lebensmittel, wie beispielsweise Bio-Produkte, du kaufst, desto mehr wird davon langfristig auch angeboten!

So kannst du nachhaltig einkaufen

Um nachhaltiger einzukaufen, müssen es nicht immer gleich einschneidende Schritte sein, auch kleine Veränderungen können Großes bewirken. Diese Tipps können dir helfen, nachhaltig einzukaufen:

Plane deinen Einkauf und kaufe bewusst

Wusstest du, dass Die Deutschen jährlich rund 75 kg Lebensmittel pro Kopf wegschmeißen? Die Hälfte davon hätte laut Experten vermieden werden können. Wenn du deinen Einkauf im Voraus planst, kannst du Food Waste effektiv vermeiden und entlastest Umwelt und Klima. Übrigens: Die meisten Lebensmittel sind auch nach dem MHD noch verzehrbar (besser nicht Fleisch und Fisch).

Kaufe regional und saisonal ein

Wer regionale und saisonale Produkte kauft, kann viel CO2 einsparen. Vor allem Produkte, die gar keine Saison haben, verursachen durch den Transport viele Emissionen. Und sind wir ehrlich: Erdbeeren schmecken im Sommer frisch vom Feld oder aus dem Garten eh viel besser!

Auf Siegel achten

Die Kennzeichnung der Lebensmittel mit bestimmten Siegeln kann dich bei deinem nachhaltigen Einkauf unterstützen. Siegel wie Fairtrade oder GEPA sind beispielsweise ein Qualitätsmerkmal, dass die Produktion und Bezahlung der Arbeitskräfte fair sind. Bezeichnungen wie Bio und Öko sind gesetzlich geschützt und werden nur vergeben, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. So sind chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel verboten und auch die Tierhaltung unterliegt strengen Kontrollen. Beim Kauf von Fisch gibt es Siegel, die eine nachhaltige Fischerei deklarieren.

Eigene Tasche mitbringen

Wie gesagt, schon kleine Dinge können etwas bewirken. Wenn du das nächste Mal einkaufen gehst, nimm also einfach deinen eigenen Beutel mit und verzichte auf Papiertüten aus dem Supermarkt. Und wenn es nicht anders geht, dann verwende diese mehrmals wieder.

Müll vermeiden

Neben den Papiertüten lässt sich oft auch Verpackungsmüll vermeiden. Keiner braucht Gurken in Plastikfolie. Und gib es zu: Das meiste Obst kannst du einfach lose in deinen Einkaufskorb legen. Optional eignet sich für lose Lebensmittel ideal ein wiederverwendbares Netz aus Baumwolle. Der Kaffee-to-go vom Lieblingsbäcker schmeckt im eigenen Becher auch gleich viel besser!

Weniger Fleisch

Fakt ist: Tierische Produkte haben eine schlechtere Ökobilanz als pflanzliche Produkte. Mehr pflanzliche Lebensmittel als tierische zu essen, hat also einen nachhaltigen Effekt. Wer aber gar nicht auf seinen geliebten Sonntagsbraten verzichten kann/will, muss das auch nicht unbedingt. Experten raten, dass maximal 300 g Fleisch pro Woche als nachhaltiges Ziel akzeptabel wären.

Generell gilt: Hinterfrag deine Einkaufsgewohnheiten.

Es klingt simpel, kann aber schon viel bewirken. Hinterfrage dich regelmäßig, wenn es ums Einkaufen geht. Du schmeißt oft Lebensmittel weg? Dann plane besser beim Einkauf. Du isst sehr viel Fleisch? Vielleicht kannst du ja fleischfreie Tage in der Woche einplanen. Schau dir genau an, wo die Lebensmittel produziert werden – Tomaten aus Spanien oder doch lieber Deutschland? Das alles kann schon helfen.

Nachhaltigkeit mit foodable®

Wie bereits erwähnt: Wer bewusst und gezielt einkauft, der macht schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Mit foodable® fällt dir dein nachhaltiger Einkauf noch leichter. Dank der intelligenten Supermarkt-Kochbox werden die Rezepte ideal aufeinander abgestimmt. So benötigst du dank unserer Kochbox ohne Abo weniger Zutaten und verbrauchst alle Produkte beim Kochen nahezu vollständig. Das reduziert Food Waste und ist nachhaltig.

Außerdem bietet dir foodable® flexibel die Möglichkeit, eine vegetarische, vegane Kochbox oder eine Bio-Kochbox zusammenzustellen. Immer mehr Online-Supermärkte achten zudem darauf, ihren Verpackungsmüll zu reduzieren und auch wir arbeiten mit unseren Geschäftspartner:innen stets an neuen Lösungen für einen noch nachhaltigeren Einkauf!

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