Neue Verpackungen für mehr Nachhaltigkeit

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Verpackungsmüll, Recycling, nachhaltige Verpackung, umweltfreundliche Verpackungen
Foto von Gary Chan auf Unsplash

Am 31.07.2021 ist es so weit: EU-weit tritt das Verbot von Einweg-Plastik in Kraft. Verboten sind dann Einweg-Verpackungen und Gebrauchsgegenstände wie To-go-Becher aus Plastik, Einweggeschirr, Plastik-Strohhalme, Verpackungen aus Styropor für Fast-Food sowie Wattestäbchen.

Aus gutem Grund: Die Folgen von zu viel Verpackungsmüll bekommen wir schon jetzt zu spüren. Allein im Jahr 2017 produzierten die Deutschen rund 345.000 Tonnen Müll allein durch Einweg-Verpackungen. Der Großteil dieser Verpackungen, ganze 70 %, findet sich später als schwimmende Plastikinseln in den Weltmeeren wieder und belastet Umwelt und Meereslebewesen. Immer häufiger lassen sich zudem Rückstände von Mikroplastik in Meerestieren und Fischen sowie auf Äckern – und somit auch in unserem Lebensmittelkreislauf – finden.

Nachhaltigkeit ist daher nicht nur ein Food Trend, sondern betrifft auch deren Verpackung. Das haben mittlerweile die meisten Verpackungshersteller verstanden. Auch durch den Druck der Endverbraucher:innen und deren Wunsch nach umweltfreundlichen Verpackungen nehmen sich viele Hersteller recycelbarer Verpackungen an.

Das müssen nachhaltige Verpackungen können

Neben dem Schutz für Umwelt, Klima und Mensch müssen nachhaltige Verpackungen für Lebensmittel natürlich eines sein: lebensmittelsicher. Die Verpackung schützt vor Verunreinigungen und sorgt für die korrekte Konservierung. Und hier liegt oft das Problem bei der Umsetzung. Umweltfreundliche Verpackungen stellen Hersteller vor viele Herausforderungen. Sie sollen umweltschonend produziert werden, keine schädlichen Inhaltsstoffe enthalten, so wenig Material wie möglich verschwenden und gleichzeitig eben auch noch recycelbar sein. Hier zeigt sich aber immer mehr, dass die Hersteller daran gearbeitet haben.

Nachhaltige Verpackungen können mittlerweile aus folgenden Materialien bestehen:

  • Papier, Pappe: Immer mehr Verpackungen setzen auf dieses Material. Vor allem für To-go-Becher und –Verpackungen verwenden viele Hersteller Pappe.
  • Graspapier: Graspapier besteht aus Altpapier, Frischfasern aus Holz und Grasfasern ohne chemische Zusätze.
  • Recycelbarer Kunststoff: Was auf den ersten Blick verrückt klingt, kann ebenfalls zum Einsatz kommen: Kunststoff. Kunststoffverpackungen wie PLA oder CPLA werden beispielsweise aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais gewonnen. So sind diese Materialien abbaubar und zerfallen zu Wasser und CO2.

Bei den Etiketten kommen immer häufiger folgende Materialien zum Einsatz:

  • Graspapier
  • Steinpapier
  • Kompostierbare Folie
  • rPE
  • Zuckerrohr

Innovative Ideen werden gefördert

Dass auf dem Feld der nachhaltigen Verpackungen noch viel geforscht und getan werden muss, steht dennoch außer Frage. Aber viele Unternehmen wie Pro Carton fördern mit Preisausschreibungen wie dem Pro Carton Young Designers Award nachhaltige Verpackungsideen. So haben Studierende aus ganz Europa auch dieses Jahr wieder die Chance, innovative Verpackungslösungen (aus Pappe) in vier verschiedenen Kategorien bis zum 31. Mai 2021 einzusenden.

Übrigens:

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