Die Food Trends 2021 laut Hanni Rützler

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Kichererbsen, Linsen und andere Zutaten

Jedes Jahr analysiert und bewertet Hanni Rützler Food Trends und präsentiert sie in ihrem Food Report. Die Food Trends 2021 sind dieses Jahr natürlich stark von der COVID-19-Pandemie geprägt. Rützlers Food Trend Map 2021 dient als (Branchen-)Wegweiser in Sachen Ernährung und zeigt unter anderem, wie sich folgende aktuelle Lebensmittel-Trends in Zeiten von Corona ändern:

Soft Health

Soft Health beschreibt den seit 2015 bekannten Trend, ein holistisches Verständnis einer gesunden Ernährung zu entwickeln. Hier liegt der Fokus jedoch nicht auf “ungesunden” Lebensmitteln und darauf, diese zu vermeiden, sondern darauf, sich ausgewogen zu ernähren. Vor allem Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte unterstreichen dies. Trotz oder gerade wegen Corona erfährt dieser Trend einen weiteren Boom. Immer mehr Konsument:innen legen Wert auf frisches Obst und Gemüse, was auch die Beliebtheit von beispielsweise Bio-Gemüsekisten belegt.

Local Food

Eng verknüpft mit Soft Health ist daher auch der Trend Local Food. Mehr Konsument:innen setzen auf regionale Lebensmittel, bestenfalls direkt vom Erzeuger. Auch dieser bereits länger anhaltende Trend wird durch Corona noch verstärkt, indem regionale Erzeuger:innen Konzepte wie Direct Delivery anbieten.

Snackification

Schon in ihren Lebensmittel-Trends 2020 wies Rützler darauf hin, dass sich eine Tendenz weg von den klassischen drei Hauptmahlzeiten zeigt. Das flexiblere Essverhalten mit kleineren Mahlzeiten bezeichnete sie als Snackification. Durch Corona und Home Office wurde dieser Trend vorübergehend jedoch eher ausgehebelt.

DIY Food und Local Gardening

Diese seit 2014 bekannten Food Trends sind auch 2021 nicht wegzudenken. Besonders im Shutdown setzen viele Konsument:innen auf selbst angebaute Kräuter oder Gemüsesorten - notfalls auch auf dem heimischen Balkon. Selbst geerntetes und gemachtes Essen oder klassische Zubereitungsarten wie Einmachen erleben eine wahre Renaissance.

Meet Food

Dass selbst der Lebensmitteleinkauf für viele Konsument:innen bereits ein Erlebnis mit allen Sinnen sein soll, ist nicht neu. In Zeiten von Corona ist dies natürlich nur eingeschränkt möglich. Und auch wenn dieser Food Trend laut Rützler daher eher pausiert, sieht die Trendforscherin eine klare Tendenz zu Online-Back- und Kochanleitungen, damit Konsument:innen ihre Lebensmittel zumindest zuhause weiterhin auch “erleben” können.

Neben aktuellen Food Trends nennt Rützler in ihren Trend-Report weiterhin innovative Gastronomiekonzepte, die die Branche wiederbeleben könnten:

  • Ghost Kitchens: Restaurants, in denen ausschließlich gekocht wird – dieser Trend boomt seit Corona. Doch laut Rützler kann sich dieses Konzept auch nach der Pandemie weiter etablieren.
  • Liquid Evolution: Dieser Food Trend stammt aus den USA und setzt ganz klar auf Trend-Getränke und Gastro-Angebote OHNE Alkohol.
  • Biodiversity: In Hinblick auf den Klimawandel und wichtige Themen wie Nachhaltigkeit rücken regionale Lebensmittel sowie heimische Sortenvielfalt immer weiter in den Vordergrund.

Über Hanni Rützler:

Hanni Rützler ist Ernährungswissenschaftlerin und analysiert als Foodtrendforscherin seit über 25 Jahren bestehende und kommende Trends in Sachen Ernährung. Sie gehört somit zu den einflussreichsten Trendforscher:innen in Europa. Ihr Food Trend Report erscheint jährlich in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsinstitut, der Lebensmittel Zeitung, gv-praxis und Food Service.

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